Konzeptkunst


200 Jahre F. M. Dostojewski

Präsentation

Ich nehme Dostojewskis 200-sten Geburtstag und die momentane Situation der Welt als Anlass, auch in der Kunst Grenzen aufzulösen und unseren Blick auf die Gesamtheit des Seins zu lenken.
Durch die Veränderung unserer Wahrnehmung im Laufe der Jahre erhalten wir die Gelegenheit, die Bedeutung der Botschaften, die uns durch Werke der Literatur, Musik und Malerei vermittelt werden, noch tiefer und vollständiger wahrzunehmen. Für Kunstschaffende sind Emotionen der stärkste Antrieb, den Menschen Ihre Ideen und Gefühle zu übermitteln. Nur Wenige davon sind im Stande zur Seele der Menschen, Ihrer Gefühls- und Gedankenwelt durchzudringen. Daher verlieren Ihre Werke nie an Relevanz.

Das Jahr 2021 ist eine Bewährungsprobe für unseren Planeten. Es ist auch das Jahr, in dem wir den 200-sten Geburtstag von Fjodor M. Dostojewski feiern. Mit meinen Werken möchte ich noch einmal an die Arbeit des Schriftstellers erinnern, der Alle dazu aufrief, immer wieder die eigenen Handlungen und Taten zu reflektieren.
Durch die Symbiose von Literatur, Bild und Musik erschaffe ich eine dreidimensionale Ebene, ja eine neue Art der Kunst, mit der ich zeige, wie aktuell und brisant die behandelten Themen und seine Hauptfiguren sind und immer bleiben werden.
Grenzen, egal ob geographischer, kultureller oder sprachlicher Natur, sind sowohl in meinen Werken als auch für Dostojewski abstrakt, gar unwichtig.
Haben wir einmal die Werke kreativer Menschen kennengelernt, kehren wir in verschiedenen Phasen unseres Lebens immer wieder zu Ihnen zurück.


«Schuld und Sühne»

Manifest: 155 Jahre sind seit dem Tag der Veröffentlichung von «Schuld und Sühne» vergangen, aber die Gedanken und Gefühle der Menschen haben sich überhaupt nicht verändert. Sollte uns nicht klar sein, dass wir durch Demütigung und Beleidigung Andrer genau Diese ebenfalls zu schrecklichen Taten anregen?

Alles, was für solche Opfer ein Mittelpunkt ihrer Interessen in ihrem Leben war, beginnen sie nun zu hassen. Sie werden von der Fähigkeit verlassen, Liebe zu empfinden und Liebe zu erwidern. Mit meinem Werk mache ich die Verantwortung jedes Einzelnen für die eigenen Handlungen bewusst und versuche, davor zu warnen, unbedachte Taten zu begehen, die in einer Tragödie enden.

«Die Dämonen»

Manifest: Die dämonisierte Gesellschaft stand und steht kurz vor der geistigen Selbstzerstörung. Können wir das realisieren? Verstehen wir, dass die Dämonen jeden von uns überwältigen können? Sind wir uns im Klaren, dass wir, nachdem wir die Harmonie von Gedanken und Gefühlen verloren haben, auch den Sinn des Lebens verlieren können? Und wenn unsere Seelen schon krank sind?

Diejenigen, die dem entgegenkommenden Bösen widerstehen können, begreifen, dass es die Macht hat uns alle von Gott zu trennen.

«Arme Leute»

Manifest: Bin ich es wert, glücklich zu sein? Ich bin ein Bettler, ich schäme mich für mich selbst. Was für ein elendes Leben. Wo bleibt der Respekt gegenüber mir selbst? Es gibt keinen Ausweg, die Welt ist immer kalt und ungemütlich. Das Schlimmste ist, dass ich nichts ändern kann. Ich bin ein Bettler, ich bin arm, und das bedeutet, dass ich unglücklich bin... Aber das heisst nicht, dass ich nicht existiere...

Ein Anderer lebt in mir, mit einem guten Herzen und einem reinen Gewissen. Er ist geistig reich, er liebt zu träumen und zu fühlen. Ich verdiene es glücklich zu sein! Fahre fort! Ich bin auf der Flucht und vermeide innere Konflikte, um in den Tiefen meiner Seele nicht zu verarmen und zum Bettler zu werden…


«Der Idiot»

Manifest: Auf der Welt gibt es einen ständigen Kampf zwischen Gut und Böse. Glauben wir nicht, dass alles Gute aufgrund seiner Schwäche zur Niederlage verdammt ist, wenn wir uns bemühen, ihm seinen Platz in dieser endlosen Konfrontation zu geben? Einen Versuch, sich zum Besseren zu verändern - verurteilen wir und empfinden wir nicht eine endlose Einsamkeit unter denen, die Profit und Heuchelei als Ideale verehren?

Die Grausamkeit der herrschenden Oberschicht vergibt nicht den Schwachen. Geld und Reichtum kann jeden verändern, doch wird derjenige, der die Entscheidung getroffen hat, trotz aller Prüfungen ein guter Mensch zu werden, in der Lage sein, diese auch zu bestehen?

«Der Spieler»

Manifest: Wir spielen unser ganzes Leben lang verschiedene Spiele. Vom kindlich-naiven Spaß der Unterhaltung wechseln über wir in die Kunst andere Menschen und unsere eigenen Gefühle in Spielzeuge zu verwandeln. Auf die ersten Erfolge in diesem Spiel erfolgt die Spielleidenschaft, dann ein endloses Streben nach dem Triumph und der Wunsch nach immer mehr. Aber wenn wir davon mitgerissen werden, bemerken wir gar nicht, wie das, was uns am Anfang so harmlos erschien, um Stress abzubauen, zu einer schrecklichen Krankheit wird.

Wir werden mehr und noch mehr in einen Prozess involviert, Freude an unseren eigenen Erfolgen zu haben, wir versuchen vor der Realität wegzulaufen und uns auch vor ihr zu verstecken. Wir vergessen aber, dass jede Spielsucht nur ein Ende hat - Leere, Selbstverurteilung und einen Hass auf die ganze Welt.

«Erniedrigte und Beleidigte»

Manifest: Kann Mitgefühl die Menschen retten? Oder brauchen wir die wahre Liebe? Du zerstörst sie einfach mit Deinem Ego. Du bist ein naiver Egoist, der an Zynismus leidet!!! Für Dich gibt es nur Dich selbst und das Geld. All das ermöglicht dir Privilegien in der Gesellschaft, um kühn und leicht fertig über das menschliche Schicksal zu bestimmen. Wenn Deine eigenen Interessen befriedigt sind, ignorierst Du die Interessen der anderen.

Schau Dir diese armen, mittellosen Menschen an! Duldsam leben sie erniedrigt und beleidigt, der Willkür anderer ausgeliefert, hilfsbedürftig und in der Welt der Gesetzlosigkeit existierend. Warum gibt es eine solche Diskrepanz zwischen Armut und Reichtum? Warum brauchst Du diese verworrenen Handlungen? Wozu diese leere Theatralik in jenen Augenblicken, in denen das Böse anfängt, über das Gute zu urteilen.


«Die Brüder Karamasow»

Manifest: Soll die Wahrheit dazu gezwungen werden, eine Lüge zu küssen? In den Strudel der Leidenschaft zu fallen? Um nicht darauf zu achten, dass Sie sich bereits im Bereich grausamer Zweifel an sich selbst und allen anderen befindet? Den Glauben zu leugnen, in Konflikt mit anderen zu stehen und ständig mit sich selbst und der Gesellschaft zu streiten? Damit am Ende, wegen der eigenen Gleichgültigkeit gegenüber Allem und jedem, getötet oder verrückt zu werden auch zum Selbstmord zu greifen, oder zur Zwangsarbeit verdammt zu sein.

Der Albtraum ist unvermeidlich! Oder willst Du in die Seele eindringen und Diese Schicht für Schicht bloßlegen? Fühle und verstehe die Widersprüchlichkeit dieser Handlungen. Befreie Dich und die Anderen aus der Gefangenschaft falscher Wertvorstellungen. Erkenne und verurteile den Verfall von gesellschaftlichen Werten und deren Degradierung und vermeide dadurch Tragödien. Entscheide alles selbst, denn Du hast die Wahl!

«Der Jüngling»

Aus dem Tagebuch von F. M. Dostojewski

"…Aber dann hatte das Kind bereits seine Kindheit verlassen und erschien nur als unvorbereitete Person, die schüchtern und mutig seinen ersten Schritt im Leben so schnell wie möglich machen wollte…"